Prepping – was ist das überhaupt?

1. Begrifferklärung

Das Wort „Prepping“ wird aus dem Englischen „to be prepared“ abgeleitet, was soviel heißt wie „vorbereitet sein“. Der „Prepper“ ist also ein „vorbereiteter Mensch“.

Der Begriff „Prepper“ aus der englischen Sprache ist geschlechtsneutral. Auf dieser Webseite steht der Begriff für jedes Geschlecht.

Die Prepperbewegung stammt ursprünglich aus den USA, wo diese in den 1970er Jahren entstand. Prepper bereiten sich individuell auf verschiedene Katastrophenfälle, Notfälle und andere Unglücksszenarien vor. Extreme Szenarien beinhalten sogar den Weltuntergang (z.B. durch weltweite Pandemien, Atomkriege etc.) Die Vorbereitung geschieht beispielsweise durch Erlernen von nützlichen Fähigkeiten, Einlagerung von Lebensmitteln und anderen Gegenständen und dem Errichten von Schutzvorrichtungen. Prepper übernehmen für sich selbst und ihre Familie Verantwortung, indem sie Dinge selbst in die Hand nehmen und sich nicht auf andere verlassen. Im schlimmsten Fall eines Unglücks überleben Prepper schlichtweg länger als die nicht vorbereitete Bevölkerung – im besten Fall habe sie eine enspannte Zeit, während andere Unannehmlichkeiten zu spüren bekommen.

Leider gibt es auch in der Prepper-Szene extremistische Strömungen. Von diesen distanzieren wir uns hier ganz deutlich.

Warum sollte man überhaupt „preppen“?

Prepping ist nicht nur was für Endzeitsszenario-Herbeiwünscher und Verschwörungstheoretiker, auch wenn dies in den Medien oft so dargestellt wird. Vielmehr ist preppen das, was uns als Spezies Mensch überhaupt hat überleben lassen. Hätten unsere Vorfahren nicht in der Vergangenheit all die Dinge getan, die heute als prepping/preppen bezeichnet werden, wären wir nicht bis hierher gekommen. Das Einlagern von Nahrung für den Winter, weitergeben von Fähigkeiten an die nächste Generation, sich auf schlechte Zeiten vorbereiten – all das war Alltag der Menschen in der Vergangenheit.
In unserer aktuellen Wohlstandsgesellschaft, wo man in jeder Stadt noch bis Mitternacht einkaufen gehen kann und sich um Nahrungsmittel generell keine Probleme machen muss, ist das meiste davon in Vergessenheit geraten. Sollte dieses fragile „just-in-time“-Prinzip der Supermarktketten einmal durch Lieferengpässe oder – wir haben es in der Corona-Pandemie erstmalig 2020 gesehen – durch Hamsterkäufe gestört werden, bleiben die Regale schnell mal leer.
Das mag nicht schlimm sein, wenn dies für ein paar Tage geschieht, aber nehmen wir einen Zeitraum von einer Woche an: Hast du genug Nahrung für eine Woche zuhause? Oder wird es da schon eng?
Den meisten Leuten geht es so, dass Nahrungsmittel bei Bedarf zugekauft werden. Die Supermärkte sind unsere externen Lager geworden, wo wir bei Bedarf das abholen, was wir gerade benötigen.

Selbiges Problem bei einem Stromausfall: Bleibt der Strom nur für einige Stunden weg, kann man das noch verschmerzen. Werden aus Stunden jedoch mehrere Tage, wird der ein oder andere unter Umständen feststellen, dass der Herd ja auch mit Strom betrieben wird.
Hier könnten noch weitere Beispiele dieser Art stehen, die Kernaussage sollte aber klar sein.

Fazit

Preppen macht Sinn – jeder muss jedoch für sich selbst seinen Weg der Vorbereitung finden. Prepper sein, heißt sich individuell, seinen Stärken und Schwächen entsprechend, auf mögliche Szenarien vorzubereiten. Manche leben in einer kleinen Wohnung in der Stadt, andere haben ein großes Haus mit Garten auf dem Land. Beide Personen können sich auf etwaige Krisen vorbereiten, nur sieht die Vorbereitung unterschiedlich aus.

Auf den folgenden Seiten findet man nützliche Tipps und Herangehensweise an die Themen „Krisenvorsorge, Notfallvorsorge, Prepping und Survival“. Ohne Verschwörungstheorien und Zombieapokalypsen – versprochen.

Beginne heute noch Dich auf etwaige Probleme vorzubereiten und warte nicht bis es zu spät ist!