Wasservorrat anlegen

Einleitung

Das Einlagern von Wasser ist im Bereich Prepping von großer Bedeutung, da Wasser eine lebensnotwendige Ressource ist und im Falle von Naturkatastrophen, Stromausfällen oder anderen Notlagen der Zugang zu frischem Wasser erschwert oder sogar unmöglich sein kann. In solchen Situationen kann das Vorhandensein von ausreichend Wasser den Unterschied zwischen Überleben und schlimmstenfalls dem Tod darstellen. Deshalb ist es wichtig, im Vorhinein ausreichend Wasser einzulagern, um im Notfall gut versorgt zu sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wasser zu bevorraten, die wir im Laufe dieses Artikels genauer betrachten werden.

Die Wichtigkeit des Einlagerns von Wasser

Das Einlagern von Wasser ist von besonderer Bedeutung in Naturkatastrophen, wie Starkregen, Überschwemmungen oder Erdbeben, da das öffentliche Trinkwassersystem in solchen Fällen beschädigt werden kann oder der Zugang zu frischem Wasser erschwert wird.

Auch im Falle eines Stromausfalls oder eines Ausfalls von Wasserpumpen kann das Einlagern von Wasser von großem Nutzen sein. Ohne Strom können Pumpen nicht arbeiten und kein Wasser kommt aus den Trinkwasserleitungen, wodurch der Zugang zu frischem Wasser nicht unerheblich erschwert wird. In solchen Fällen kann das Vorhandensein von ausreichend eingelagertem Wasser dazu beitragen, dass man im Notfall gut versorgt ist.

Möglichkeiten zum Einlagern von Wasser

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wasser einzulagern, um im Notfall gut versorgt zu sein. Eine Möglichkeit ist das Kaufen von Wasserbehältern, die speziell für das Einlagern von Wasser hergestellt werden. Diese Behälter sind in der Regel aus robustem Material wie Kunststoff oder Stahl hergestellt und halten das Trinkwasser lange frisch. Es gibt verschiedene Größen von Wasserbehältern, je nachdem, wie viel Wasser man einlagern möchte und wie viel Platz zur Verfügung steht.

Eine andere Möglichkeit ist das Sammeln von Regenwasser. Dazu kann man zum Beispiel Regentonnen oder andere Behälter unter den Regenablauf von Dächern stellen, um das Wasser aufzufangen. Regenwasser ist in der Regel sauber und kann ohne weitere Behandlung getrunken werden, wodurch es eine einfache Quelle für Trinkwasser im Notfall darstellen kann.
Wenn es mal regnet, können zudem Planen gespannt werden, um noch mehr des kostbaren Nass auffangen zu können.

Des Weiteren wird selbstverständlich Wasser aus der Leitung eingelagert. Dazu kann man Wasser aus den Hähnen in geeignete Behälter füllen und diese in dunklen, kühlen Räumen lagern. Es ist wichtig, dass man ausreichend Wasser einlagert, um mindestens zwei Liter Trinkwasser pro Person pro Tag zu haben. Es empfiehlt sich auch, das Wasser regelmäßig auszutauschen, um sicherzustellen, dass es frisch und trinkbar bleibt.

Wasser filtern/desinfizieren

Wenn man Wasser einlagert, ist es wichtig, dass man das Wasser vor dem Einlagern filtert oder desinfiziert, um sicherzustellen, dass es lange trinkbar bleibt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wasser zu filtern oder zu desinfizieren, je nachdem, welche Art von Verunreinigungen vorliegen.

Eine Möglichkeit ist das Verwenden von Wasserfiltern, die Verunreinigungen wie Schmutz, Sand und andere Partikel aus dem Wasser entfernen. Es gibt verschiedene Arten von Wasserfiltern, wie zum Beispiel Karbonfilter, Ultraviolett-Filtersysteme oder mechanische Filter, die auf verschiedene Arten Verunreinigungen entfernen.

Eine andere Möglichkeit ist das Desinfizieren des Wassers mit Chemikalien wie Chlor oder Wasserstoffperoxid. Diese Chemikalien töten Bakterien und andere Mikroorganismen ab, die das Wasser verunreinigen und ungenießbar machen können.

Es ist wichtig, die richtige Dosierung der Chemikalien zu beachten und sicherzustellen, dass das Wasser genügend Zeit hat, um zu desinfizieren, bevor es eingelagert oder getrunken wird.

Eine verlässliche Methode ist das Verwenden von UV-Licht, um das Wasser zu desinfizieren. Diese Methode wird häufig in professionellen Trinkwasseraufbereitungsanlagen verwendet und ist effektiv bei der Beseitigung von Bakterien und anderen Mikroorganismen im Wasser. Diese UV-Filter gibt es auch in klein für den Hausgebrauch oder Camping-Urlaub.

Noch eine weitere Möglichkeit, Wasser zu desinfizieren, ist die Verwendung von Silberionen. Silberionen sind kleine Teilchen, die in Lösung aufgelöst werden und dann in das Wasser gegeben werden. Sie wirken als Desinfektionsmittel und töten Bakterien und andere Mikroorganismen im Wasser ab.

Die Verwendung von Silberionen zur Desinfektion von Wasser ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde früher häufig verwendet, um Trinkwasser auf Schiffen und in anderen Situationen, in denen der Zugang zu frischem Wasser eingeschränkt war, zu desinfizieren. Heutzutage wird die Verwendung von Silberionen in Trinkwasseraufbereitungsanlagen und u.a. im Campingbereich (z.B. Tanks von Wohnmobilen) eingesetzt, um das Wasser zu desinfizieren und länger haltbar zu machen.

Es empfiehlt sich auch, das eingelagerte Wasser regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls erneut zu filtern oder zu desinfizieren, um sicherzustellen, dass es immer frisch und trinkbar bleibt.

Das Thema „Wasser bevorraten“ könnte man im Artikel „Lebensmittel einlagern“ behandeln. Ich halte es jedoch für zu wichtig als das es in einem Nebensatz zu kurz kommt.

Der Mensch braucht ca. 2 Liter Wasser pro Tag um funktionieren zu können. Bei längerer Mangelversorgung mit Wasser nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich ab.

In unserer westlichen Gesellschaft sind wir Dürreperioden nicht gewohnt. Wasser kommt bei uns zu jeder Tageszeit aus dem Wasserhahn. Wenn wir uns klar machen, dass wir damit zur Minderheit der Weltbevölkerung gehören, lernen wir dieses Privileg vielleicht noch etwas mehr zu schätzen.

Bei einem Stromausfall (LINK Artikel) von mehreren Stunden nimmt der Druck in den Wasserleitungen bereits merklich ab. Nach einiger Zeit kommt gar kein Wasser mehr. Duschen, Toilettenspülung, Kaffeemaschine – all das funktioniert nun nicht mehr. Sei ehrlich zu Dir selbst, wie viel Wasser hast Du nun noch und wo bekommst Du neues her?

Man erinnere sich an die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021: Dort ist innerhalb weniger Stunden die Trinkwasserversorgung komplett zusammengebrochen. Bis Rettungskräfte Trinkwasser in einige Ortschaften bringen konnten, vergingen mitunter Tage. Es dauerte Monate bis die Ortschaften wieder an ein funktionierendes Wassernetz angeschlossen waren. Man beachte, dass es sich hierbei nur um ein lokales Unglück handelte. Nicht auszudenken, wenn ein ganzes Land von einem Szenario erschüttert würde. Wie lange möchtest Du darauf warten, dass jemand für Dich lebenswichtiges Trinkwasser bereitstellt?

Herangehensweise Wasserbevorratung

Eine Herangehensweise zur Wasserbevorratung könnte es sein, abgepacktes Mineralwasser in Sechserpacks zu kaufen. Nicht bloß die des täglichen Bedarfs, sondern eine ganze Menge mehr. Problematisch wird hier das Platzangebot. Nicht jeder hat Platz in der Wohnung, um zwanzig Sixpacks 1,5l Flaschen mit Trinkwasser zu beherbergen. Aber zumindest das ein oder andere Sixpack findet sicherlich irgendwo ein schönes Plätzchen (auch hier gilt – Haltbarkeit beachten).
Ein weiterer Nachteil ist die PET-Flasche selbst. Diese ist nicht geeignet über Jahre Wasser frisch und keimfrei zu halten. Schadstoffe gelangen nach längerer Zeit über die Flasche in das Wasser. Deswegen auch die PET-Flaschen des Vorrats regelmäßig aufbrauchen und durch neue ersetzen.

Zur Lagerung empfehlen sich Schwerlastregale, da bei der Lagerung von Wasser in ausreichender Menge einiges an Gewicht zusammen kommt. Flüssigkeiten sollten möglichst in den unteren Ebenen von Regalen gelagert werden. Wenn ein Behälter undicht sein sollte, werden nicht die darunterliegenden Regalebenen kontaminiert.

Eine weitere Variante ist das Haltbarmachen von Leitungswasser in geeigneten Behältern. Hierzu wird Leitungswasser in keimfreie Behälter gefüllt und mit Hilfsmitteln (Silber, Chlor) haltbar gemacht.

Geeignete Behälter sind beispielsweise BPA-freie Trinkwasser-Kanister, spezielle Wassersäcke oder Glasbehälter mit entsprechendem Verschluss. Die Wassersäcke kann man im Notfall in der Badewanne oder Dusche befüllen und auch dort verstauen.

Wasser kann auch in sog. Weck-Gläsern steril eingekocht werden. Dies würde ich aber aufgrund des Energie- und Platzbedarfs nicht präferieren.

Zur Haltbarmachung empfehlen sich Produkte aus dem Wohnmobil- und Camper-Bereich. Mithilfe von Silberionen oder Chlor werden Mikroorganismen und Keime sicher abgetötet und das Wasser bleibt lange Zeit genießbar.

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